Verklebte Faszien

Auch die Lymphgefäße führen durch das Fasziengewebe. der Lymphfluss wird ausschließlich durch muskelbewegung in Gang gehalten, daher ist das Lymphsystem auf eine ausreichende Aktivität der Muskeln angewiesen. Muskelverspannungen beeinträchtigen jedoch den Flüssigkeitstransport. Das Protein Fibrinogen liegt normalerweise in der Lymphe gelöst vor, reichert sich bei einem Lymphstau jedoch im Gewebe an und wird dort zu Fibrin abgebaut.Fibrin ist ein körpereigener "Klebstoff", dessen Aufgabe normalerweise das Verschließen von Wunden ist. Da keine Wunde vorhanden ist, verklebt das Fibrin nun statt dessen das umliegende Fasziengewebe. Verklebte Faszien behindern die Muskeln in ihrer Funktion, verursachen unphysiologische Bewegungen oder engen Nerven ein, was erhebliche Schmerzen bereiten kann.

 

Verhärtete Faszien

Ältere Pferde weisen im Vergleich zu Jüngeren generell einen wesentlich niedrigeren Flüssigkeitsanteil im Körper auf. Unter diesem Flüssigkeitsmangel leidet auch das Fasziengewebe. Mit der Veränderung der Flüssigkeitsanteile verändert sich auch die Struktur der Faszien. Statt der normalerweise geordneten Struktur, sehen die Faszien jetzt wie ein verknotetes Wollknäuel aus. Die Faszien verfilzen und verkleben miteinander. Verhärtet sich das Fasziengewebe schließlich, werden Bewegungen immer schmerzhafter.

 

Bewegungsmangel

Mangel an Bewegung führt dazu, dass die Faszien verfilzen, verkleben und verhärten. Schmerzen und Schonhaltungen sind die Folge, was wiederum an anderer Stelle eine Überbelastung hervorruft, die sich dann ebenfalls schmerzhaft äußert.

 

Stress

Bei Stress setzt der Körper spezielle Hormone frei, die bewirken, dass sich die Faszien anspannen, und zwar ohne dass die Muskeln in diesen Prozess involviert sind. Sobald der Stress vorüber ist, entspannen sich auch die Faszien wieder. Ist der Stress jedoch anhaltend, bleiben auch die Faszien permanent in Spannung. Folge ist wieder Verhärtung, Verlust der Flexibilität und Beweglichkeit, Nervenquetschungen und Schmerzen.

 

Eine Gefahr für die Organe

Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Organe von der Verklebung und Verhärtung der Faszien ebenfalls betroffen sind. Dies ist besonders dramatisch, da eine starre Außenhülle die Blutzufuhr und damit die Sauerstoffversorgung der Organe erschwert, so dass ihre Lebenskraft stetig nachlässt.

Und nun die gute Nachricht: 

Faszien reagieren sehr empfänglich auf manuelle Therapien. In relativ kurzer Zeit stellen sich gute Behandlungserfolge ein.
 

 

 

Nina Bani Harouni

Mitglied der

Deutschen Gesellschaft für osteopathische Pferdetherapie

0176-81 708 408

 

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